Close

August 27, 2018

Der Schrecken mit den Zecken

Zecken sind so gefürchtet, da sie verschiedene Krankheiten übertragen können, manche von ihnen verlaufen sogar tödlich. Was kann man also tun, um den Hund vor Zecken zu bewahren?

Jedes Jahr im Frühjahr beginnt das schmieren, füttern, sprühen, Halsband umschnallen, aufträufeln – alles nur, um den größten Schrecken jedes Hundebesitzers vom Hund fernzuhalten – Zecken!

 

Durch Zecken übertragbare Krankheiten

Die bekanntesten Krankheiten sind FSME und Borreliose. Während es gegen Borrelliose eine Schutzimpfung gibt, kann man gegen FSME nicht impfen. Allerdings kann auch die Impfung gegen Borreliose Nebenwirkungen haben und ist daher nicht ganz uneingeschränkt zu empfehlen. Es gibt aber noch andere Krankheiten die die Spinnentiere übertragen wie beispielsweise Anaplasmose, Ehrlichiose oder Babesiose. Gegen die beiden erstgenannten gibt es keine Impfungen, nur gegen Babesiose, die landläufig auch als Hundemalaria bekannt ist. Allerdings ist der Impfstoff in Deutschland nicht erhältlich. In einem frühen Stadium können diese Krankheiten aber meist gut medikamentös behandelt werden.

Der sicherste Schutz gegen all diese Krankheiten ist also dafür zu sorgen, dass die Zecken gar nicht erst zu beißen. Also, was tun?

 

Die chemische Keule

Chemische Keulen gibt es in Form von Halsbändern oder als Spot-ons. Diese Mittel verteilen sich vom Punkt des Auftragens oder des Halsbandes über den gesamten Hundekörper. Sobald nun ein Parasit mit dem Mittel in Kontakt kommt oder sich festbeißt wirkt das Gift und die Zecke stirbt ab. Natürlich können diese giftigen Stoffe auch negative Nebenwirkungen auf den Hund oder den Menschen selbst haben: Übelkeit, Durchfall, Hautausschläge, Juckreiz, etc. Daher muss man ausprobieren, ob der Hund und man selbst es verträgt oder eben nicht.

 

Alternative Mittel

Alternative Mittel sind zum Beispiel ätherische Öle, Bernsteinketten oder Kokosöl. Diese Mittel sollen die Parasiten von vornherein abschrecken, damit sie gar nicht erst aufs Tier kommen. Bisher gibt es nur bezüglich des Kokosöles eine die Wirkung bestätigende Studie. In dieser konnte nachgewiesen werden, dass Zecken Laurinsäure, die zu 60 % in Kokosöl enthalten ist nicht ausstehen können. Allerdings muss dafür der Hund mit Kokosöl eingeschmiert werden. Bei glatthaarigen Hunden mit kurzem Fell ist das nicht so schwierig, beim Pudel oder bei langhaarigen Hunden ist das schon eher eine Herausforderung. Außerdem sollte der Hund einmal am Tag eingerieben werden, hat man es vergessen, beißen die Zecken wieder zu. Alternativ kann man Kokosöl auch füttern, so dass die Gefahr, es zu vergessen weg fällt.

Bei ätherischen Ölen ist der Einsatz schwieriger, denn viele Hunde mögen den intensiven Geruch nicht. Möchte man mit ätherischen Ölen arbeiten ist es so, dass der Hund wählen können sollte, ob er die Öle mag. Mag er sie nicht, lässt man sie weg. Bei den ätherischen Ölen ist das Problem, dass man sie vor jedem Spaziergang auftragen sollte. Das geht zwar leicht mit einer Sprühflasche allerdings muss man auch daran denken. Meine Erfahrung ist, dass sie sehr gut wirken.

Für die Wirkung der Bernsteinkette gibt es keine Beweise. Allerdings findet man im Internet viele positive Rezensionen. Sie wirkt so, dass die ungeschliffenen Bernsteine bei der ständig reibenden Berührung mit dem Fell Terpene absondern soll, die die Zecken nicht mögen.

Ob ein Mittel zuverlässig wirkt ist natürlich schwer zu sagen, denn aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass manche Hunde wahre Zeckenmagnete sind, andere nicht. Man muss für sich ausprobieren, was am besten funktioniert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.