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Hunde­kranken­versicherung: sinnvoll?

22. Januar 2026

Früher fand ich Hundekrankenversicherungen so unnötig wie einen Kropf: teuer, sinnlos, und nur was für übervorsichtige Spießer. Heute sehe ich das anders, denn ich durfte dazu lernen – und das hat mich viel Geld gekostet. 

Die Kohle kann ich locker sparen

„So viel Geld im Monat? Für eine Versicherung die ich vielleicht nie brauche? Auf gar keinen Fall. Da leg ich die Kohle lieber monatlich zurück, dann hab ich was, wenn der Krankheitsfall wirklich eintritt und wenn nicht, dann fahre ich damit schön in Urlaub.“ Das waren damals meine Gedanken zum Thema Versicherung. 

Naja, die Kohle hab ich nie zurück gelegt, weil mit 50 € kann man ja auch viel Spaß haben. Selber Schuld!

Als mein damaliger Pudel „Pü“ vier Jahre alt war, habe ich selbst erfahren dürfen, dass die Kohle auszugeben kein schlauer Schachzug war. Denn Pü wurde krank. Keiner wusste genau was es war, deshalb wurde ein Test nach dem anderen gemacht. Nach mehrmonatiger Tierarztodysse, die über 8.000 € verschlang, musste Pü trotz aller Bemühungen eingeschläfert werden. Klar war mir dieser Hund jeden Cent wert, trotzdem tat es weh, denn 8000 € habe ich nicht eben mal rumliegen. Hätte ich die 50 € pro Monat zurück gelegt, hätte das mich auch nicht gerettet, denn damit wäre ich gerade mal auf 4800 € gekommen. 

Lernen braucht Zeit

Aus heutiger Sicht hätte ich aus dieser Erfahrung lernen müssen, das hat aber leider nicht geklappt. Auch die beiden nächsten Hunde habe ich nicht versichert. Blöd, denn der eine brauchte eine Magen-OP (6800 €) und der andere wurde auf ED untersucht (2400 €). Bei beiden hätte das zurückgelegte Geld für eine Versicherung nicht gereicht.

Erst bei meinem jetzigen Hund habe ich eine Versicherung abgeschlossen. Gott sei Dank! Hashtag leidet wahrscheinlich unter Epilepsie und die bisherigen Untersuchungen lagen bei 4800 €. Dieses Mal hat die Versicherung alles übernommen und ich bin heilfroh. Vor allem, weil die Preise bei Tierärzten durch die Änderung der GOT 2022 (Gebührenordnung für Tierärzte) um 20-30 % gestiegen sind. Und wahrscheinlich wird die GOT 2027 nochmal nach oben angepasst.

BU’sIst der Hund weit voraus, ist die Kontrolle über den Hund sehr eingeschränkt.

Wonach wählt man eine Versicherung?

1. Freiheit im Notfall – ohne Diskussionen

Wenn mein Hund krank ist, will ich mich nicht mit der Frage beschäftigen müssen, ob ich mir den besseren Tierarzt in der Situation „leisten darf“. Ich möchte entscheiden können, wo ich hingehe und wann ich hingehe, ohne vorher Rücksprache mit einer Hotline zu halten.

Eine Versicherung sollte also eines leisten: dir im Ernstfall nicht noch mehr Stress machen.

2. Erstattung nach den höchsten GOT-Sätzen

Die Tierärztliche Gebührenordnung (GOT) erlaubt Abrechnungen bis zum 4-fachen Satz, besonders:

  • im Notdienst
  • bei komplizierten Eingriffen
  • in der Nacht
  • an Feiertagen

Eine gute Versicherung erstattet mindestens bis zum 3- oder 4-fachen Satz.


3. Starte früh, denn unverhofft kommt oft

Ich hätte nie gedacht, dass Timing so entscheidend sein kann.
Aber: Wenn du früh versicherst – am besten im Welpenalter – bekommst du bessere Bedingungen, weniger Ausschlüsse und weniger Diskussionen über Vorerkrankungen.

Aber auch bei älteren Hunden macht es Sinn gleich eine Versicherung abzuschließen, denn mit dem Alter wird es immer schwieriger überhaupt eine Versicherung zu bekommen.


Wichtig zu prüfen:

1. Ausschlusskriterien 

Manche Versicherungen schließen bestimmte Dinge aus, z.B.:

  • bestimmte Rassen
  • angeborene Defekte
  • Kaiserschnitte
  • Zahnbehandlungen
  • Gelenkprobleme

2. Kündigungsrechte für den Versicherer

Klingt trocken – ist aber enorm wichtig: Manche Versicherer behalten sich das Recht vor, euch nach einem teuren Schaden einfach vor die Tür zu setzen. Eine gute Police tut das nicht. Checke das unbedingt ab.

Hund mit Laptop Icon

Vergleichen ist das A und O

Ich kann dir keine spezielle Versicherung empfehlen. Die Richtige hängt zu sehr von dir und deinem Hund ab. Was ich aber absolut empfehlen kann: Vergleiche sorgfältig.

Dafür gibt es spezielle Rechner, die dir schnell zeigen, welche Policen für euch passen könnten. Um es dir ein bisschen leichter zu machen habe ich auf der Homepage einen Vergleichsrechner integriert. Hinter dem Rechner steckt Martin, der sich auf Tierversicherungen spezialisiert hat und echt Ahnung hat. In seinem Portfolio sind nur Versicherungen die er für gut befunden hat und bei denen nicht die Gefahr besteht, dass sie durch günstige Tarife glänzt aber in zwei, drei Jahren pleite ist. Solltest du dennoch mal Ärger mit der Versicherung haben, ist Martin dein kompetenter Ansprechpartner der dir hilft.

Hier geht es zum Vergleichsrechner: 

Mein persönliches Schlusswort

Ich bin froh darüber eine Hundeversicherung zu haben, denn wenn der Hund mal was hat, will ich nicht darüber nachdenken müssen, ob ich es mir leisten kann ihm zu helfen oder nicht. Daher bin ich mittlerweile Pro Versicherung. Natürlich wünsche ich mir aber für alle, die einen oder mehrere Hunde haben, dass die Versicherung umsonst ist. Denn das heißt, dass der Hund gesund ist!

In diesem Sinne: Vergleichen, versichern und gut schlafen!

Mira

*Transparenz-Hinweis: Der in diesem Beitrag verlinkte Vergleichsrechner ist ein Affiliate-Link. Wenn du über diesen Rechner eine Hundeversicherung abschließt, erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Der Vergleich zeigt Tarife verschiedener Anbieter anhand deiner individuellen Angaben.